Eine "ultraperiphere Region der EU", die Welten verbindet
Die Azoren sind (immer noch) ein Geheimtipp: Mitten im Atlantik zwischen Portugal und Nordamerika gibt es ein Archipel vulkanischen Ursprungs – eine Gruppe von 9 größeren bewohnten und weiteren kleineren unbewohnten Inseln. Sie wirken wie kl... » weiterlesen
Reisebeschreibung
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Die Azoren sind (immer noch) ein Geheimtipp: Mitten im Atlantik zwischen Portugal und Nordamerika gibt es ein Archipel vulkanischen Ursprungs – eine Gruppe von 9 größeren bewohnten und weiteren kleineren unbewohnten Inseln. Sie wirken wie kl... » weiterlesen
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Die Azoren sind (immer noch) ein Geheimtipp: Mitten im Atlantik zwischen Portugal und Nordamerika gibt es ein Archipel vulkanischen Ursprungs - eine Gruppe von 9 größeren bewohnten und weiteren kleineren unbewohnten Inseln. Sie wirken wie kleine Stecknadelköpfe auf der Karte des scheinbar endlosen Weltmeeres. Sie sind als landschaftlich besonders schöne immergrüne idyllische Inseln bei Ästheten und Wanderern bekannt und werden erst jetzt touristisch entdeckt.
Allerdings könnte die Idylle darüber hinwegtäuschen, dass die Azoren auch politisch - historisch und aktuell - eine wichtige politische Rolle gespielt haben und weiterhin spielen.
Wie der Untertitel besagt, sind die Azoren eine der "ultraperipheren Regionen der EU". Diesen Status haben neben den portugiesischen Inseln Azoren und Madeira noch weitere 6 französische Regionen und die span. Kanarischen Inseln. Charakteristisch für diese Inseln ist die große Entfernung zum Europäischen Festland. Die Politik versucht den Nachteil von den Inseln, die meist wirtschaftlichen und sozialen Nachteile durch die geographische Abgeschiedenheit durch Subventionen, verbesserte Infrastruktur und das Schaffen von Arbeitsplätzen zu kompensieren.
Beide portugiesischen Inseln haben seit 1976 den Status von "autonomen Regionen" mit eigenen Parlamenten und Regierungen. und einem "Vertreter der Republik, der die Zentralmacht vertritt. Zwar haben sie eine eigene Hymne und Flagge aber beides darf nur zusammen mit den zentralen Symbolen genutzt werden.
Durch die geostrategische Lage waren die Azoren im Zweiten Weltkrieg sehr wichtig – und sie bleiben es! Die Inseln bieten aufgrund ihrer Lage auf der Hälfte des Atlantiks zwischen den USA und der Westküste Europas eine Gelegenheit als militärische Stützpunkte eingesetzt zu werden. Während des Zweiten Weltkrieges war z.B. die Luftwaffenbasis auf Terceira sehr wichtig. Seit Jahren versucht Amerika an bestimmten Rechten festzuhalten und Portugal hat Truppen dort stationiert. Portugal gehörte wegen der Inseln auch bereits 1949 zu den Gründungsmitgliedern der Nato.
Mit ihren fruchtbaren immergrünen Hängen, dem unendlich erscheinenden Atlantik und den schwarzen, oft bizarren Basaltklippen, weisen sie einen ganz eigentümlichen Charme auf. Durch eine ständig wechselnde Witterung ergibt sich ein faszinierendes Farbenspiel in Grün- und Blautönen mit bunten Tupfern dazwischen.
Die Azoren sind daher nicht nur politisch interessant und etwas ganz Besonderes für Naturliebhaber und Wanderer, sondern auch für Ästheten. Und es regt Menschen an, die es mögen, gern mal zum Nachdenken in andere Dimensionen vorzudringen, sich mit dem Dasein - selbst ein Teil von Natur zu sein - zu befassen - eine Vorstellung, die vor allem Großstädter oft gar nicht mehr im Blick haben (und das ist auch ein Politikum in unseren ökologisch so bedrohten Zeiten).
Preise
Leistungen
enthalten
Leistungen:
- 8 Übernachtungen mit Frühstück (Zimmer mit Dusche/WC):
2x Pousada Forte Angra do Heroísmo und 6x Hotel Caravelas
- Inlandsflug Terceira-Pico
- Transfers Pico: Anreisetransfer (Flughafen-Hotel)
- 1 Busfahrt begleitend zur Wanderung und Zusatzprogramm
- Eintrittsgelder Pico: Walfabrik in São Roque,
- Aktivität Pico: Wal- und Delfinbeobachtung
- Tagesausflug Faial: Fährtickets Pico-Faial-Pico, Bus für das beschriebene Programm auf Faial
- Termine zum Kennenlernen, zur Programmübersicht, Einführung (Abwesende erhalten Protokoll) Nachbereitung
- Literaturvorschläge zur Vorbereitung
- Schriftliche Infos und praktische Hinweise zur Vorbereitung
- Einheimische ReferentInnen für Vorträge und/ oder Gespräche
- Wir unterstützen Sie bei der Organisation von individuellen Vorhaben und Verlängerungswünschen.
nicht enthalten
Nicht enthaltene Leistungen:
- Flugkosten: Anreise und Abreise bis Terceira, Flughafentransfer zum Hotel
- Trinkgelder und persönliche Ausgaben
- Weitere Mahlzeiten und Getränke (nur Frühstück inklusive) Viele Möglichkeiten der Beköstigung in der Nähe)
- zusätzliche nicht im Angebot enthaltene Eintrittsgelder für Aktivitäten
- Kosten für die Besteigung des Picos (nur mit spezieller Führung erlaubt)
Reiseprogramm
Wir besuchen die Inseln des zentralen Teils des Archipels: Terceira, Pico, Faial.
Terceira verfügt nach dem seit dem 16 Jhdt. erfolgreichen Transatlantik- und Ostasienhandel mit Angra do Heroísmo über eine wunderschöne Altstadt (Weltkulturerbe).
1941 planten die Amerikaner die Inseln zu annektieren. 1943 bauten sie auf der Insel Terceira ihren bereits 1913 gegründeten militärischen Stützpunkt aus. Heute stellt er formal einen Militärflugplatz der Portugiesischen Luftstreitkräfte dar. Doch sind USA weiterhin an einer Nutzung interessiert. In den 2010er Jahren wurde China ein mittel- und langfristiges Interesse an diesen Einrichtungen unterstellt.
Faial mit dem berühmten Seglerhafen der Atlantiküberquerer verleiht der kleinen Stadt Horta durch die internationale Anbindung eine „Aura“ von Weltläufigkeit. Auch hier wird die geostrategische Lage militärisch für Nachrichtendienste genutzt.
Auf Pico, unserem Hauptstandort, findet sich der höchste Berg Portugals, ein Vulkan von 2 351 Höhe. Schon in den Hochtälern hat man von den Wanderwegen einen überwältigenden Blick über das Ensemble der drei Inseln Faial, Pico und Sao Jorge in dem scheinbar unendlichen Meer.
Die Insel Pico bietet besondere Chancen, Wale, die faszinierenden gigantischen Meeresbewohner, bei ihren manchmal akrobatischen Sprüngen wahrzunehmen. Erst nach dem Walfangverbot 1986 und der Erholung der Populationen wurde ihre wichtige Rolle als ein relevanter Teil des Ökosystems der Meere und als Klimaschützer – z.B. als CO2 Vernichter – erkannt.
Während der Diktatur Portugals bis 1974 wurden die Azoren von staatlicher Seite völlig vernachlässigt. Die Einheimischen von Pico und das benachbarte - heute immer noch kaum besuchte - Sao Jorge waren, bevor der EU-Eintritt erfolgte, sehr arm und lebten von Subsistenzwirtschaft. Der Walfang brachte das größte Zubrot und den Walfängern wegen der Gefährlichkeit ein hohes Ansehen. Die nach dem Verbot des Walfangs weiter wachsende Armut und mehrere Erdbeben trieben viele Azoreaner als Arbeitsmigranten nach Kanada und in die USA. Als Portugal Mitglied der EU wurde, begann für die Azoren durch die Fördergelder scheinbar ein „neues Zeitalter“. Autos wurden auf Pico als große Errungenschaft gefeiert und eine rege Bautätigkeit begann. Es stellten sich allerdings kaum neue Arbeitsplätze auf Dauer ein, bis der Tourismus langsam in gang kam. Dieser führt aber, wie sich jetzt herausstellt, zu neuen Problemen ... Die Azoren bleiben ein Problemfeld der EU.
Reiseleitung
Deutschsprachige Reiseleitung aus Portugal + eine alterslos-Reiseleiterin.
Übernachtungen
Alle Übernachtungen in ausgesuchten Hotels mit Dusche, WC
Einfache Wanderungen (parallel kann gefahren werden!) zu speziellen Erkundungen, Begegnungen/ Austausch, par










Karin Lekow –
Hallo, erbitte Details zur Azorenreise.
Danke und Grüße
Karin Lekow
mm –
Liebe Rena,
danke für Deine nette Mail. Gerne komme ich zur „Nachlese“ in Berlin, mir passen beide Terminvorschläge…
Ich fand die Azoren-Reise grandios. Noch immer bin ich voll von Azoren-Eindrücken, sehe die schönen Insellandschaften vor mir, die pittoresken Orte, das Meer und vieles mehr. Ich erinnere mich an die vielen Museen, die wir besuchten, an die interessanten Informationen, die wir erhielten. Das Programm war wunderbar von Dir gestaltet, uns wurde sehr viel geboten, wir haben sehr viel gesehen und erfahren. Mich hat beeindruckt, wie flexibel Du mit neuen Situationen umgegangen bist und vor allem, welch interessante heimische Guides Du für uns finden konntest. Nicht zu vergessen die spannenden Begegnungen mit dem Schriftsteller, dem Professor und auch mit Deinen Freunden, den Auswanderern.
Und wie hast Du das mit dem Wetter gemacht? Wir hatten doch nur Glück, dazu die nette und interessante Gruppe.
Also vielen Dank, liebe Rena, für diese spannende und interessante Reise, für mich eine große Bereicherung.
Liebe Grüße und bis bald
Waltraud